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Teenager-Komödie "American Pie - Jetzt wird geheiratet" mit Jason Biggs
Schuld war nur dieser Apfelkuchen. Als sich vor vier Jahren ein spätpubertierender Junge an einem Stück warmen Obstgebäck zu schaffen machte, mussten viele lachen. So sehr, dass es die Teenie-Trieb-Komödie "American Pie" zur Trilogie schaffte.
Nun kommt der letzte Teil in die Kinos und "Jetzt wird geheiratet", so der Untertitel. Was mehr als konsequent ist. Denn der liebenswerttrottelige Jim (Jason Biggs) hat in der naivherzlichen Michelle (Alyson Hannigan), einer rundum begabten Klarinettistin, genau die Richtige gefunden. Es muss also nur noch der Weg zum Traualtar zurückgelegt werden.
Was in diesem Fall natürlich alles andere als einfach ist: Jims Schwiegereltern platzen in einen Lack- und Leder-Junggesellenabend, sein Vater ertappt ihn bei zweideutiger Posen. Oberchaot Stifler (Seann William Scott) droht gar, die Hochzeit zu vermasseln.
Die Zutaten von "American Pie 3" sind heftiger denn je, dürften aber beim altersspezifischen Publikum Anklang finden.
So hoch auch der Anteil an Vulgärem sein mag: die Geschichte ist im Grunde nur allzu menschlich. Den erfolgreichen Brüdern Paul und Chris Weitz ("About a Boy") gelang es gemeinsam mit Autor Adam Herz, die Fettnäpfchensaga konsequent weiterzuentwickeln.
In Teil drei hilft ihnen dabei Regisseur Jesse Dylan, Sohn von Songwriter-Legende Bob Dylan. Die "American Pie"-Filme sind erwachsen geworden und, für Fortsetzungen völlig untypisch, von Folge zu Folge auch besser. Amerika bescherte das neue Comedystars und Aufklärung der frechverklemmten Art. Hauptdarsteller Jason Biggs hat allerdings seine Schlüsse gezogen: Apfelkuchen, sagt er, bestelle er längst nicht mehr in Restaurants.
DANIEL RONEL
© SN
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