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Terminator 3 - Rebellion der Maschinen
Menschmaschine der Zukunft
In "Terminator 3" gibt Arnold Schwarzenegger noch einmal den Action-Hero, den man ihm nur dank einiger Selbstironie abnimmt.

Sein Image als unverwüstlicher Superheld des US-Kinos war nach etlichen Filmflops, einem Grapscher-Skandal und gesundheitlichen Problemen stark beschädigt. "Terminator 3" ist Arnold Schwarzeneggers Flucht nach vorne. Altbewährtes, neu aufgekocht, das funktioniert immer wieder. Auf Nummer sicher gehen. Aber dabei nicht den Fehler machen, sich selbst zu reproduzieren.

Schwarzenegger hat seine letzte Hollywood-Chance genutzt. In "Terminator 3" darf er als schier unbesiegbare Menschmaschine aus der Zukunft wieder menschliches Leben schützen. Und das mit großem Körpereinsatz, dafür umso spärlicheren Dialogen.

Schwarzenegger war ohnehin immer dann am besten, wenn er wenig zu sagen hatte. In diesem Fall sind die wenigen Sätze sogar voller zynischer Anspielungen. Ein gealterter Actionheld darf sich selbst demontieren, was den größten Reiz an "Terminator 3" ausmacht.

"Ich bin ein veraltetes Modell", sagt Arnie. Die coole Sonnenbrille muss er sogar einmal gegen eine lächerliche sternförmige Disco-Brille tauschen. Auch seine neu installierte Gegenspielerin, eine attraktive, wenn auch nicht sonderlich einprägsame "Terminatrix" (Kristanna Loken), sorgt dafür, dass stets gefühllose, eingefrorene Gesichtszüge nicht ein Monopol des Exil-Steirers bleiben.

Allzu viel Inhalt darf man bei einem Action-Spektakel in der Übergröße von "Terminator 3" nicht erwarten. Es ist ein Kampf des Guten gegen das Böse, wie so oft im zwar knallbunten, aber inhaltlich meist schwarzweißen Hollywood-Actionkino. Der junge John Connor (Nick Stahl), der bereits in "Terminator 2" (1991) von Maschinen aus der Zukunft gejagt wurde, wird wieder ins Visier genommen. Der Grund: In naher Zukunft werden Computer und Maschinen selbstständig zu denken und zu handeln beginnen und die Kontrolle über die Menschheit übernehmen. Atombomben hageln auf die Welt nieder und alles liegt in Schutt und Asche.

John Connor wird das Horror-Szenario überleben und als Anführer der Überlebenden gegen die Maschinenherrschaft kämpfen. Weshalb ihn im Jetzt die aus der Zukunft zurückgereisten Roboter unbedingt töten wollen. Wenn es keinen John Connor gibt, dann gibt es auch keinen Widerstand.

Ein Plot, der sich in den drei "Terminator"-Filmen nie geändert hat, und der jedes Mal nur der Anlass dafür war, möglichst viele Requisiten in die Luft zu jagen. So ist "Terminator 3" in erster Linie ein aufwändiges Actionspektakel.

Die versprochenen noch nie gesehenen Spezialeffekte gibt es nicht, dafür sorgt Arnold Schwarzenegger für Kurzweil, etwa wenn er an einer Tankstelle Manner-Schnitten mitgehen lässt und dem protestierenden Tankwart mit den Worten: "Sprich mit der Hand" seinen Arm vors Gesicht hält.

Genau darum ging es den Machern: Den Mythos Schwarzenegger wieder zu beleben, mit jener Rolle, die ihn einst weltberühmt gemacht hat. Dank einiger gewitzter Einfälle der Autoren hat er sich dabei nicht selbst zur Karikatur gemacht, wie das in seinen letzten Filmen der Fall war.

Am Ende von "Terminator 3" lässt Regisseur Jonathan Mostow allerdings nicht die Guten über das Böse siegen, zumindest noch nicht. Vielmehr ebnet er damit einem vierten Teil den Weg.

MATTHIAS GREULING

© SN

 

diese seite | 29.09.2003 | 14:35

Daten und Fakten

Regie: Jonathan Mostow

Schauspieler: Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, Matthew Bonnar

Genre: Science Fiction, Action

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