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Endzeit-Szenario von "Trainspotting"-Regisseur Danny Boyle
"Hallo?!", "Hallooo?!" Fahrradkurier Jim (Cilian Murphy) erwacht aus einem tiefen Koma und irrt erst rufend durch ein leergefegtes Krankenhaus, kurz danach durch eine komplett ausgestorbene Londoner Innenstadt. Allein diese frühen Szenen sind Hinweise darauf, dass es sich bei diesem Film um einen bizarren, beängstigenden und besonderen Streifen handelt.
28 Tage nach dem Ausbruch eines Killervirus sind die Tage der Menschheit gezählt. Eine Epidemie ist ausgebrochen, die Menschen haben sich infiziert, eine Verwüstung fand statt. Aus Briten wurden zombieartige Amokläufer, die Jagd auf Mitbürger machen.
Eine kleine Gruppe von immunen Menschen scheint noch zu existieren. Denen schließt sich Ex-Patient Jim an. Gemeinsam macht man sich auf den Weg zu einer letzten Bastion des Militärs, das den Widerstand organisiert.
Hier beginnt der wahre Horror. Eine ordentliche Portion Gesellschafts- und Sozialkritik ist das, was "Trainspotting"-Regisseur Danny Boyle gemeinsam mit Erfolgsautor Alex Garland dem modernen und durchaus aktuellen Grusel beimischt. Denn die Macher von "The Beach" zeigen nicht nur schlurfende Zombies im Blutrausch, sondern ein modern gefilmtes Splatterspektakel mit Hirn.
In diesem apokalyptischen Endzeit-Szenario herrschen pure Aggression und keinerlei Sicherheit. Alleine kommt man nicht weiter. So gesehen, ist "28 Days later" auch ein Plädoyer fürs Miteinander. Und am Ende rufen die Helden nicht "Hilfe!", sondern wieder "Hallo!".
DANIEL RONEL
© SN
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