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Exzellent: Spike Lees "25 Stunden" mit Edward Norton
New York nach den Anschlä-gen des 11. September bildet die emotionale Kulisse für "25 Stunden". Monty (Edward Norton) wirkt wie ein durchschnittlicher Bewohner der von Geld und Erfolg geprägten Stadt, doch er verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Drogen. Seine letzten 24 Stunden, bevor er dafür für sieben Jahre ins Gefängnis geht, verbringt er mit Selbstvorwürfen und quälenden Gedanken an den an ihm begangenen Verrat. Ein Besuch bei seinem Vater, ein Abschiedsfest mit Freunden, all das passiert an der Oberflä-che, während darunter Misstrauen, Verdächtigungen und Aggressionen brodeln.
Regisseur Spike Lee gelingt es, persönliche Trauer auf subtile Weise mit der Stimmung einer Stadt zu verknüpfen. Ein Blick durch ein Fenster zeigt gespenstisch Ground Zero, blaue Scheinwerfer markieren im nächtlichen Himmel den Verlust der Türme. Auch Monty und seine Freunde spiegeln in ihrer Verunsicherung und dem Versuch, so zu tun, als ob nichts anders wäre, die Atmosphäre einer in ihrem Selbstvertrauen erschütterten Stadt. Im Gegenzug wirkt der Blick auf Ground Zero wie eine Vorhersage: Von Montys Leben wird nach sieben Jahren Gefängnis nicht viel mehr übrig sein als Schutt und Asche.
HANNA SIX
© SN
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