|
Verliebt, verlobt, verheiratet? Genau. Denn Sarah McNerney und Tom Leezak sind sich ganz sicher.
Nach nur einem Monat ziehen die beiden Verliebten zusammen und bereits nach neun Monaten sind sie "voll verheiratet". Einfach so, aus Liebe. Allerdings zum Entsetzen von Sarahs stinkreichen Eltern, die ihre Tochter lieber mit dem standesgemäßen Jugendfreund Peter vermählt hätten.
Vom ersten Moment an scheint ein Fluch über der Ehe zu liegen: Sarahs Familie mag den mittellosen Tom nicht, beim Überdie-Schwelle-Tragen donnert er den Kopf seiner Braut gegen den Tür-Rahmen. Die Hochzeitsnacht wird zum Desaster. Die Pleiten, Pech und Pannen-Serie setzt sich während der chaotischen Flitterwochen in Frankreich und Italien nahtlos fort.
Dabei hatte es so gut angefangen mit der Kunsthistorikerin Sarah (Brittany Murphy, zuletzt in Eminems "8 Mile" zu sehen) und dem sportfanatischen Verkehrs-Radio-Moderator Tom (Ashton Kutcher): Er warf ihr einen Football an den Kopf und sogleich hing der Himmel voller Geigen. Wobei, würde man "Voll verheiratet" jetzt als typisch amerikanischen Film abtun, so täte man dem Streifen Unrecht. Nur zu oft stellt sich die Hochzeitsreise als erste ernsthafte Belastung einer Beziehung heraus. Nicht umsonst hat Drehbuch-Autor Sam Harper hier seine eigenen Flitterwochen verarbeitet.
Die in Rückblenden erzählte Geschichte einer Beziehung, die beinahe an den überzogenen Erwartungen der beiden Verliebten zerbricht, ist gut durchdacht, gnadenlos witzig und in sich durchaus logisch. Alles in allem eine sympathische Liebes-Komödie für Teenager.
URSULA SCHUPFER
© SN
|