01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Donnerstag, 8. Jänner 2009 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
Belletristik | Lifestyle Bücher | Musik Charts
DVD Neuheiten | Preishits Elektronik | Games Charts
 suchen!  
0308 Reisen

Ticketcenter

Veranstaltungen

Kino

Cams

imBild

Reisen
...Reiseberichte
...Leserreisen
...Diashows
...WorldCams

Salzburg Urlaub

Wien Urlaub

Partnersuche

Weiterbildung

Horoskop

Alpintouren

Kunstlexikon

Suche
 

Google
Web salzburg.com

Reiseberichte

Vom Atlantik zum Pazifik
5. Februar 2000
Die Landenge von Panama ist eine Region des Transits. Der Panamakanal ist heute eine der bedeutendsten Wasserstraßen.

Am 31. Dezember 1999 um 12.00 Uhr Ortszeit übernahm Panama die seit 1979 mit den USA geteilte Verwaltung dieses einzigartigen Bauwerks moderner Ingenieurskunst, den Panamakanal. Als am 15. August 1914 während der Eröffnung des Kanals das US-Flaggschiff "Anco`n" die Meerenge zwischen Colon am Karibischen Meer und Balboa am Pazifischen Ozean passierte, war die Realisierung des Wunschtraums einer Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik Wirklichkeit geworden. Bis dorthin war es ein langer Weg gewesen, der mit der Entdeckung des Pazifiks durch den spanischen Seefahrer Vasco Nunez de Balboa im Jahr 1513 begonnen hatte, als dieser die Landenge von der atlantischen - respektive karibischen - Seite aus durchquerte.

Geografisch günstiger Umschlagplatz

Der Kanal ist nach dem Land benannt, das knapp die Größe Österreichs hat und das mit 51 Kilometern die schmalste Stelle der zentralamerikanischen Landbrücke - dem Isthmus - aufweist. Mit der Entdeckung und der daran anschließenden Plünderung Perus durch die spanische Krone entpuppte sich die Landenge alsbald als geografisch günstiger Umschlagsplatz für die reiche Beute aus dem Inkareich. Die Siedlungen "Nombre de Dios" (Im Namen Gottes) und Portobelo an der Karibikküste wurde durch zwei Landwege mit dem Ort "Nuestra Senora de la Asuncio`n de Panama`", der späteren Hauptstadt des Landes, verbunden. Heute ragt dort die Skyline des modernen Panama-Stadt in den Himmel.

Auf diesen als "Camino Real" (Königsstraße) und "Camino de Cruces" (Kreuzweg) bezeichneten Mauleselpfaden wurden aber nicht nur Tonnen von Gold, Silber oder Tabak auf beschwerliche Weise durch dichte tropische Vegetation von der pazifischen auf die atlantische Seite des Isthmus transportiert.

Nach der Unabhängigkeit von Spanien und der damit einhergehenden Abnahme des Transitverkehrs wurde mit dem Goldrausch in Kalifornien um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein neuerlicher wirtschaftlicher Aufschwung ausgelöst. Durch den Bau der Panama-Eisenbahn zwischen 1850 und 1857 konnte die Dauer der Transporte von der nordamerikanischen Westküste zur Ostküste um ungefähr vier Monate vermindert werden. Der Weg mit der Fähre von den USA nach Panama, über die Mauleselpfade an die Küste und per Fähre wieder zurück in die USA dauerte nunmehr "nur" noch zwei Monate; ein Planwagen quer durch die USA war dagegen bis zu einem halben Jahr unterwegs.

Seewege wurden drastisch verkürzt

Dieses erste technische Großprojekt verlor jedoch wenige Jahre später durch den Bau der transkontinentalen Eisenbahn in Nordamerika seine wirtschaftliche Attraktivität.

Die Geschichte des zweiten Großprojekts, des Panamakanals, beginnt in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Durch den Bau eines Kanals konnten die Seewege zwischen Europa, Südamerika und dem pazifischen Raum um bis zu 10.000 Kilometer reduziert werden. Nachdem der französische Ingenieur und Unternehmer Ferdinand de Lesseps 1869 den Suezkanal seiner Bestimmung übergeben hatte, wurde er zehn Jahre später vom "Internationalen Geographischen Kongress" mit der Anlage eines Kanals in Meereshöhe an der Landenge von Panama betraut. Doch un-überwindbare Probleme hinsichtlich der Finanzierung der Baukosten und der Eindämmung der Malaria- und Gelbfieberepidemien unter den Arbeitern führten 1898 zur Einstellung der Bauarbeiten.

Da in der Zwischenzeit das US-amerikanische Projekt für eine Kanalroute in Nicaragua an den geografischen Bedingungen scheiterte, wandten sich die USA im Jahre 1899 an Kolumbien, das damals mit Panama eine föderative Union bildete und das die militärische Führung und die Kontrolle über den interozeanischen Transitverkehr innehatte. Doch die Verhandlungen gestalteten sich schwierig, und so organisierten die USA Geheimverhandlungen mit dem nach Souveränität von Kolumbien strebenden Panama. Eine Einigung mit Kolumbien wurde dadurch immer unwahrscheinlicher, und mit der Unabhängigkeitserklärung Panamas am 3. November 1903 fiel das Kanalprojekt unter das Sternenbanner.

Die USA kauften für 40 Millionen Dollar die Kanalzone und die Baurechte, bildeten unter Präsident Roosevelt die "Isthmus-Kanal-Gesellschaft" und setzten innerhalb von zehn Jahren das vom Hafen Cristo`bal bis zum Hafen von Balboa sich über 81,6 Kilometer Länge erstreckende Projekt eines Schleusenkanals in die Tat um. Die größte Hürde bildete der "Culebra-Bergrücken", der zwischen den Schleusensystemen von Gatu`n und Miraflores auf einer Länge von 13,5 Kilometern von 96 Meter auf zwölf Meter über dem Meeresspiegel abgetragen werden musste. Zirka 6000 Männer arbeiteten sieben Jahre lang an diesem Durchstich und verbrauchten dabei nicht weniger als 30.000 Tonnen Dynamit.

Die Kosten des Baus beliefen sich auf für damalige Verhältnisse gigantische 400 Millionen US-Dollar.

Täglich passieren 40 Schiffe den Kanal

Seit der Eröffnung vor 85 Jahren wurden mehr als 700.000 Schiffe auf 26 Meter über den Meeresspiegel des einen Ozeans angehoben, um anschließend wieder auf das Niveau des anderen abgesenkt zu werden. Täglich passieren durchschnittlich 40 Schiffe - hauptsächlich Frachtschiffe - den Kanal. Die Passage pro Schiff dauert durchschnittlich acht bis zehn Stunden plus einer Wartezeit von zwölf Stunden vor der Durchfahrt.

Autor/in: Maximilian Sonntag

© SN.

 

diese seite | 19.06.2002 | 14:58

Alle Reiseberichte

Afrika

Asien

Europa

Nordamerika

Ozeanien

Südamerika

Anzeigen

Immobilien

Karriere

Motor

Andere

Tourismus

Mehr Info
Anreise (TT-MM-JJ)
Nächte Zimmer Pers

Spiel des Monats

Elevens

Flottes Kartenspiel: Hotelgutscheine gewinnen!

Premium Promotions

Blickpunkt

Web-Tipps

Link-Tipps

Ticket Polzer

Conova

Salzburger Woche

 
© 1997-2006 Salzburger Nachrichten      Kontakt  Sitemap  Impressum  AGB  Newsletter      realisiert von conova

Werbung