|
Draußen vor den Toren Dubais, zwischen der Jumeirah Beach Road und in Sichtweite des neuen und durch seine Architektur in Form eines Segels bekannt gewordenen Hotels Burj al Arab liegt ein Spaßbad der Superlative.
Inmitten von flirrender Hitze, Sand und Staub eröffnet sich eine sattgrüne und erfrischende Oase der Erholung und des Vergnügens. Einheimische wie Touristen strömen in Scharen in das Wild Wet Wadi, um hier auf dem über ein Hektar großen Areal der brütenden Hitze zu entgehen. Im größten Aquapark des nahen Ostens findet man zahlreiche Wasserrutschen mit bis zu 1,7 km Länge, eine Gegenstromanlage zum Surfen und natürlich ein Wellenbad.
Zum Einstieg empfiehlt sich eine gemütliche Fahrt in einem großen Einzel- oder Doppelschwimmreifen auf dem „Lazy River“ der sich mit vier Metern Breite und 400 Metern Länge durch das ganze Gelände schlängelt. Wer es wilder mag, fährt mit dem Fünf-Mann-Raft den „Family-Ride“. Um in den Genuss der Talfahrt zu kommen ist es nicht nötig, erst unzählige Stufen zu erklimmen um entsprechend Höhe zu gewinnen. Hier geht es viel bequemer zu. Es werden Unmengen Wasser mit enormem Energieaufwand in Etappen bergauf gepumpt und befördern die begeisterten Insassen durch herrlich erfrischende Gischtfontänen auf bis zu 15 Metern Höhe, aus denen es dann durch kurvenreiche Tunnels und unter Wasserfällen hindurch wieder bergab geht, bis man endlich unter lautem Kreischen am Ende des letzten Tunnels in ein großes Becken plumpst.
Nach einer kurzen Verschnaufpause lässt man sich im Zweier-Schlauchboot auf der nächsten Rutsche wieder bergauf tragen, nimmt eine von drei möglichen Abzweigungen und nach einer kurzen Talfahrt geht es erneut bergauf. Von dort oben genießt man auf einem ruhigen Teilstück des Wasserlaufes eine grandiose Aussicht auf die ganze Umgebung, um schon wieder von einem Tunnel verschlungen zu werden und sanft im nächsten Auffangbecken zu landen.
Mit 80 km/h in die Schwerelosigkeit
Nur ganz Unerschrockene müssen selbst in luftige Höhen klettern, um auf den „Jumeirah Sceirah“ zu gelangen. Von dieser schnurgeraden, höchsten Rutsche erreicht man bei der Talfahrt in lang gezogenen Stufen bis zu 80 Stundenkilometer und kann sogar das Gefühl der Schwerelosigkeit erfahren.
Wer das überstanden hat, kann sich zur Entspannung von den bis zu eineinhalb Metern hohen Wellen in der „Brakers Bay“ schaukeln und ans Ufer spülen lassen. Die verschlungenen Wege zwischen den einzelnen Attraktionen sind von tropischen Pflanzen und Palmen gesäumt. Der Betonfußboden ist in leichte Wellen gegossen, sandgelb gestrichen und erinnert an die Dünen, die sich draußen vor den Mauern bis direkt an den Asphalt der Straßen heranschieben. Sprinkleranlagen entlang der Wege ermöglichen zur Mittagszeit überhaupt erst das Barfußgehen.
Zu jeder Zeit wachen an die 90 Security- und Lifeguards über die Sicherheit der abenteuerlustigen Badenden. Sie erinnern mit ihrer guten Laune eher an Animateure denn an Sicherheitskräfte und vermitteln das Gefühl, wirklich gut betreut zu sein.
Als Eintrittskarte dient ein Chip in Form einer flachen Armbanduhr, der auf Wunsch mit einer beliebigen Geldsumme aufgeladen werden kann. Er ermöglicht bargeldloses Zahlen in den Restaurants und Imbissbuden sowie natürlich in den diversen Shops. Außer der Badehose kann man also sämtliches Hab und Gut im Umkleideschrank lassen, den der Chip – hergestellt von der Firma Skidata – ganz einfach durch kurzes Davorhalten wie ein „Sesam öffne dich“ auch versperrt und bei Bedarf wieder aufmacht.
364 Tage Sonnenschein
Es hat sich gelohnt, dass die verantwortlichen Erbauer dieser Anlage zu allererst die besten Aquaparks zwischen den Vereinigten Staaten und Fernost besichtigt haben, um dann hier mitten im Wüstensand diese bis ins kleinste Detail gut durchdachte Anlage der Superlative zu errichten. In diesem Land, in dem Energiekosten fast keine Rolle spielen und in dem pro Jahr 364 Sonnentage garantiert sind, brauchen sie sich über Auslastung und Rentabilität keine Gedanken mehr zu machen.
Nähere Informationen Wild Wadi Water Park Dubai, V.A.E. Telefon +97-4-348 4444, Email: info@wildwadi.com www.wildwadi.com.
Autorin: Eva-Maria Griese
|