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Inselhopping auf Hawaii: Die tropischen Hawaii-Inseln sind doch viel zu schön, um sich auf nur eine festzulegen.
Hibiskus- und Orchideenblüten in echt oder Plastik als Begrüßungskranz, als Druckmotiv, als Duftspender, als Zierde auf allem – das kann nur Hawaii sein.
Am Flughafenausgang tröpfelt Ukulele-Musik aus dem Lautsprecher, und ein freundlicher Taxifahrer legt seinen Gästen einen Lei um den Hals, bevor er sie zum gewünschten Hotel chauffiert. Zum Beispiel an den Waikiki Beach, wo Luxusherbergen die Promenade säumen und am Strand die Pärchen Arm in Arm sitzen. Eine ordentliche Brise frische Meeresluft weht ins Land, draußen auf dem Meer posen die Surfer auf den höchsten Wellen der Welt. So, wie man es sich immer vorgestellt hat – auf Hawaii.
Inselhüpfen leicht gemacht
Wer einmal im Leben den Sprung auf die abgelegene Inselgruppe schafft, der sollte sich keines der insgesamt sechs Eilande entgehen lassen. Inselhopping ist ein Muss. Fünf Fluggesellschaften fliegen zu Preisen ab circa 30 Euro pro Strecke von Insel zu Insel. Jede Insel hat ihren ganz eigenen Reiz. Auf Oahu beispielsweise gibt es in der Inselhauptstadt Honolulu vom Aloha Tower aus eine fantastische Aussicht über die Insel. Ein Bummel durch Chinatown oder das Polynesische Kulturzentrum vermittelt einen Eindruck vom wahren Hawaii und seinen Einwohnern, abseits der Hawaiihemden und Flipflops. Honolulu ist die einzige Großstadt Hawaiis, alle anderen Inseln verfügen über wesentlich mehr Landidylle und Ruhe.
Ein Sprung nach Westen, auf die Garteninsel Kauai, kommt vor allem denen zugute, die es nicht ohne die Klischeestrände aushalten – immer wieder steht Kauai an oberster Stelle der Bestsellerlisten. Mehr als die Strände wird man jedoch nicht in Weiß vorfinden, denn schon aus der Luft betrachtet ist Kauai vor allem eines: grün.
Ein Sprung in östliche Richtung bringt den abenteuerhungrigen Besucher nach Maui. Hier hat man im Winter beste Sicht auf die Walherden. Aber auch an Land gibt es Kolossales zu bestaunen. Die beiden Vulkane beispielsweise, denen diese Insel ihr Dasein verdankt. Der mächtigere von beiden, Haleakala, kann erklommen und teilweise sogar befahren werden. Auf der anderen Seite wirft der Kegel einen riesigen Schatten über das Land zu seinem Fuße. Ein sehr abwechslungsreiches Land: Auf der 80 Kilometer langen Straße zwischen Hookipa und Hana lauert hinter jeder der 617 Kurven ein postkartenreifer Anblick.
In direkter Nachbarschaft, liegen die kleineren Inseln Molokai und Lanai. Das kleine aber feine Lanai ist nur 28 mal 20 Kilometer groß, verfügt aber über einige exklusive Golfanlagen. Im „Manele-Hulopo’e Marine Life Conservation District“ können sich Besucher im alten Fischerdorf Manele umsehen, Delfine beobachten und den Sprunge ins kühle Nass wagen.
Unumgänglich ist eine Vulkanbesteigung, oder eher Vulkanbefahrung, auf der größten der Inseln. Über Big Island thront der am längsten aktive und größte Vulkan. Eine 53 Kilometer lange Ringstraße führt durch den Volcano National Park, die Hauptattraktion der Insel. Etliche kleine Krater sind bereits erloschen und können jederzeit besichtigt werden. Wer die Lava lieber in ihrer flüssigen Gestalt sehen möchte, muss die Straße bis zu ihrem Ende an der Puna-Küste fahren. Nach einem kleinen Fußmarsch wartet dort ein wahrhaft heißes Highlight. In kleinen Strömen ergießt sich das glühende Innere des Kilauea zischend und dampfend in die Fluten des Pazifiks. Das tut es übrigens schon seit 20 Jahren. Ununterbrochen. Der aktivste Vulkan der Welt schafft stetig neues Land für die Insel.

Auf Mauna Kea kommen Hobby-Astronomen und Skifans auf ihre Kosten. Der 4200 Meter hohe Vulkan beherbergt neben einer Sternwarte auch eine Skipiste samt Blick auf den tropischen Garten und das tosende Meer zu seinen Füßen. Schnee auf Hawaii ist aber längst nicht die einzige Überraschung. Sonnenanbeter werden hin und wieder blass, wenn sie ihr Strandtuch plötzlich nicht über den erwarteten weißen oder schwarzen, sondern grünen Sand breiten. Big Island, South Point lautet der Geheimtipp für farbbegeisterte Strandbesucher. Unter Wasser geht es ebenfalls recht bunt zu. Egal welche Insel, es gibt jede Menge Gründe für Schnorchler und Taucher, mit Lavaröhren, Korallen, großen und kleinen Riffbewohnern, Mantas, Walhaien und Schildkröten in (Sicht-)Kontakt zu treten.
Bevor man sich von den freundlichen Hawaiianern wieder verabschieden muss, steht noch ein kurzer Abstecher auf die Insel Molokai an. Die „Freundliche Insel“ ist die am wenigsten erschlossene, hat aber einige Superlative zu bieten. Dazu gehören die Kahiwa Falls, die höchsten Wasserfälle der Inselgruppe (660 Meter), der längste weiße Sandstrand (fünf Kilometer), die höchsten Klippen der Welt (700 Meter) und das wohl leckerste Brot überhaupt, denn jede Nacht stehen um Mitternacht in Kaunakakai Einheimische wie Besucher gleichermaßen an Kanemitsu’s Bakery nach der frischen Backware an. Gut gestärkt und vielleicht mit einem Baströckchen beschenkt sieht man ein letztes Mal die Sonne glutrot im Meer versinken, bevor es zum Flieger geht. Ein wehmütiges “Aloha Hawaii!“ wird sich kaum jemand verkneifen können.
DATEN & FAKTEN Auskünfte: Hawaii Tourism Europe, Sonnenstr. 9, 80331 München, Internet: www.hawaii-tourism.de.
Beste Reisezeit: Von Mai bis November herrschen Temperaturen von 25 bis 35 Grad, in den Wintermonaten Walsaison.
Autor/in: Claudia Ottilie
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