01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Freitag, 21. November 2008 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
Belletristik | Lifestyle Bücher | Musik Charts
DVD Neuheiten | Preishits Elektronik | Games Charts
 suchen!  
0308 Reisen

Ticketcenter

Veranstaltungen

Kino

Cams

imBild

Reisen
...Reiseberichte
...Leserreisen
...Diashows
...WorldCams

Salzburg Urlaub

Wien Urlaub

Partnersuche

Weiterbildung

Horoskop

Alpintouren

Kunstlexikon

Suche
 

Google
Web salzburg.com

Reiseberichte

Auf der Spur Eriks des Roten
4. November 2006
Grönland liegt abseits der großen Tourismusströme. Zu Unrecht, denn der landschaftliche Reiz ist einzigartig.

Am Anfang standen wie so oft die Wikinger. Erik der Rote, ein alles andere als feiner Mensch, wurde für vier Jahre aus Island verbannt und machte aus der Not eine Tugend, indem er neues Land für die Wikinger entdeckte.

Sein Weg nach Westen führte ihn an die Küste von Südgrönland. Damals - etwa 985 n. Chr. - war es dort wesentlich wärmer als heute, weshalb er den Landstrich auf Grund seiner Vegetation "Grünland" nannte.

Und der Name ist auch heute nicht "falsch". Denn auch wenn ein Großteil des Landes vom so genannten Inlandseis bedeckt ist, so sind die Küsten freundlich und grün. Nicht umsonst hat sich Erik der Rote in Südgrönland angesiedelt. Auch wenn es historisch nicht ganz gesichert ist, dürfte er mit seiner Familie und seinem Gefolge in Qarssiarsuk gelebt haben.

Heute ist das kleine Dorf ein guter Ausgangspunkt, um auf den Spuren des legendären Erik zu wandeln. Archäologische Grabungen haben hier die Fundamente einer alten christlichen Wikingerkirche zu Tage gefördert. Sie wurde ebenso rekonstruiert wie ein typisches Langhaus der Wikinger.

Reist man mit dem Flugzeug aus Dänemark an (zu dem Grönland politisch gehört), eignet sich Narsarsuaq als Zielflughafen in Südgrönland. Hier, auf dem ehemaligen US-Militärstützpunkt, können auch Langstreckenjets landen. Diese werden benötigt, schließlich ist Kopenhagen mehr als 4000 Kilometer entfernt. Direkt auf der anderen Seite des Flughafens liegt das erwähnte Wikingerdörfchen.

Schon bei der Anreise nach Qarssiarsuk offenbart sich ein Handicap für jeden Grönlandreisenden: Es existieren keine Straßenverbindungen zwischen den einzelnen Orten, die noch dazu weit auseinander liegen. Obwohl ganz Grönland mit 2,1 Mill. Quadratkilometern eine Fläche wie Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Spanien zusammen umfasst, leben hier nur 56.000 Menschen.

Als Transportmittel kommen daher nur Boot, Flugzeug oder Hubschrauber in Betracht. Seit 2005 erfolgt der "Nahverkehr" via Hubschrauber, nicht unbedingt ein billiges Vergnügen (60 Euro pro Flug) bei einer beschränkten Zahl an Sitzplätzen.

Die Grönländer selbst stört das am wenigsten, sie sind hier aufgewachsen und an die Weite der Landschaft ebenso gewöhnt wie an die fehlenden Verkehrswege.

Wer rechtzeitig bucht, kann mit dem Boot einige der Dörfer Südgrönlands besuchen, etwa die kleine Stadt Qaqortok. Hier steht die einzige Gerberei Grönlands, die jährlich tausende Robbenfelle und vereinzelt auch Eisbärenfelle verarbeitet. Die Jagd auf Robben ist erlaubt, ausdrücklich verboten ist die Jagd auf Babyrobben, die aber ohnehin in Kanada geboren werden.

Eisbären stehen hier ebenfalls unter Schutz. Driftet jedoch ein Bär auf einer Eisscholle bis nach Südgrönland, darf er zum Schutz der Bevölkerung von ausgebildeten Berufsjägern erlegt werden.

Die Bevölkerung besteht heute einerseits aus verschiedenen Inuit-Stämmen, andererseits aus zugewanderten Dänen. Die Wikinger sind im 15. Jahrhundert wieder aus Grönland verschwunden. Der Grund dafür ist bis heute nicht restlos geklärt. Wahrscheinlich wurde es auf Grund der "kleinen Eiszeit" damals einfach zu unwirtlich.

Grönland ist für Reisende vor allem landschaftlich hochinteressant. Trekking, Mountainbiken oder Kanutouren eignen sich besonders. "Highlight" ist auf jeden Fall das Inlandseis, nach der Antarktis die größte Eisfläche der Welt. 81 Prozent der Gesamtfläche Grönlands sind von dem Eispanzer bedeckt, an manchen Stellen im Inneren ist es bis zu 3000 m (!) dick. 2000 km misst die Strecke zwischen Nord und Süd, 600 km zwischen Ost und West.

Wer im Sommer nach Grönland kommt, kann das überwältigende Schauspiel bewundern, wenn die Gletscher des Inlandseises ins Meer kalben und tausende Eisberge in die Fjorde treiben. Ein einziger dieser Gletscher speit täglich 200.000 Tonnen Eis ins Meer - und es gibt tausende solcher Gletscherzungen.

Grönlands Hauptstadt Nuuk zählt immerhin 14.000 Einwohner. Auch von hier kann man schöne Touren ins Umland starten oder auf Walsafari gehen. Denn im Fjord leben hunderte Buckelwale.

REISEINFORMATIONEN
Anreise:
Per Flugzeug mit Air Greenland von Kopenhagen.

Buchung:
Einige Veranstalter in Österreich und Deutschland bieten Grönlandreisen an. Sie findet man ebenso wie viele andere Links auf: www.greenland.com

Klima:
Das grönländische Klima ist durch polare und subpolare Verhältnisse geprägt. Die Durchschnittstemperaturen liegen nie über zehn Grad. Im Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 20 Grad, im Winter fallen sie auf bis zu minus 40 Grad.

Geografie:
Geografisch gehört Grönland zu Amerika und ist nur durch einen 26 km breiten Wasserweg von Kanada getrennt. Politisch gehört es zu Europa und ist Teil von Dänemark mit Autonomiestatus.

Autor/in: BERNHARD SCHREGLMANN

© SN

diese seite | 06.11.2006 | 14:53

Alle Reiseberichte

Afrika

Asien

Europa

Nordamerika

Ozeanien

Südamerika

Anzeigen

Immobilien

Karriere

Motor

Andere

Tourismus

Mehr Info
Anreise (TT-MM-JJ)
Nächte Zimmer Pers

Spiel des Monats

Elevens

Flottes Kartenspiel: Hotelgutscheine gewinnen!

Premium Promotions

Blickpunkt

Web-Tipps

Link-Tipps

Ticket Polzer

Conova

Salzburger Woche

 
© 1997-2006 Salzburger Nachrichten      Kontakt  Sitemap  Impressum  AGB  Newsletter      realisiert von conova

Werbung