01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Donnerstag, 8. Jänner 2009 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
Belletristik | Lifestyle Bücher | Musik Charts
DVD Neuheiten | Preishits Elektronik | Games Charts
 suchen!  
0308 Reisen

Ticketcenter

Veranstaltungen

Kino

Cams

imBild

Reisen
...Reiseberichte
...Leserreisen
...Diashows
...WorldCams

Salzburg Urlaub

Wien Urlaub

Partnersuche

Weiterbildung

Horoskop

Alpintouren

Kunstlexikon

Suche
 

Google
Web salzburg.com

Reiseberichte

Unterwegs mit der "Transsib"
3. Juni 2006
Fremd anmutende Landstriche ziehen am Fenster der "Transsib" vorbei. Eine Zugreise von Moskau nach Peking birgt Kultur pur.

Die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn beginnt in der Hauptstadt Russlands, Moskau, deren Zentrum der Kreml bildet. Innerhalb seiner Mauern baut sich der Glockenturm Iwans des Großen, das höchste Bauwerk des Kremls, auf. Die schwerste der 21 Glocken wiegt 65 Tonnen. In der Erzengel-Kathedrale sind 46 Zaren bestattet. Seit dem 15. Jahrhundert ließen sich die Zaren in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale krönen. Das mit goldenen Helmkuppeln ausgestattete Bauwerk birgt Kunstschätze und historische Relikte.

Acht Kuppeln für Ivan den Schrecklichen

Am Roten Platz ragt die achtkuppelige Basilius-Kathedrale in den Himmel, zwischen 1554 und 1561 als Denkmal für den Sieg Iwans des Schrecklichen über die Tataren erbaut. Nicht nur der Kreml und der Rote Platz, auch die Auferstehungskirche von Kolomenskoje, zehn Kilometer südöstlich von Moskau, zählen zum "Welterbe der Menschheit". Ebenfalls in die UNESCO-Liste eingetragen ist das befestigte Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster in Sergijew Possad, eines der wichtigsten Zentren der russisch-orthodoxen Kirche.

Die Reise beginnt am Jaroslavler Bahnhof. Nach Sergijew Possad passiert der Zug Jaroslavl' und Nischnij Nowgorod, die drittgrößte Stadt Russlands. Einige Züge fahren von Moskau über Kazan', die Hauptstadt der Republik Tatarstan. Von Weitem ist bereits der schneeweiße Kreml zu sehen, der im Jahr 2000 zum Welterbe erklärt wurde.

Nach Perm', dem Geburtsort des Nobelpreisträgers Boris Pasternak (Autor des Romans "Dr. Schiwago"), nähern wir uns dem Ural. Dieser Gebirgszug erstreckt sich über 2500 Kilometer und bildet die geografische Trennungslinie zwischen Europa und Asien. Danach fährt der Zug in Jekaterinburg ein, das nach der Zarin Ekaterina I. benannt ist. Traurige Berühmtheit erlangte die Stadt im Jahr 1918, als die Zarenfamilie heimtückisch ermordet wurde. In Jekaterinburg beginnt die eigentliche Asienreise.

Der Zug durchquert weite, flache Landschaften des sumpfigen Tjumener Gebiets, das von rund 500.000 Seen mit reichem Fischvorkommen sowie Birken- und Fichtenwäldern dominiert wird. Von Omsk geht es nach Novosibirsk, einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt, der die Turksibirische Eisenbahn an die transrussische Hauptstrecke anbindet.

Nach Krasnojarsk quert die Bahn die mächtige, preisgekrönte Eisenbrücke über den Jenissej, den wasserreichsten Fluss der Erde. Kurz danach ist die Landschaft mit reich verzierten Datschas übersät, ähnlich den europäischen Schrebergärten, aber meist ausgestattet mit einer Banja, der russischen Sauna, in der sich die Russinnen und Russen mittels Birkenzweigen gegenseitig den Schweiß aus den Poren peitschen.

Nach weiteren 1000 Kilometern erreicht der Zug Irkutsk. Obwohl im Jahr 1879 über 3000 Holzhäuser einem Brand zum Opfer fielen, prägen immer noch reich verzierte Häuser aus Holz das Stadtbild. Mit einem Volumen von rund 23.000 Kubikkilometern ist der Baikalsee das größte Süßwasserreservoir unseres Planeten. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und besitzt Trinkwasserqualität.

Am Südufer liegt Ulan-Udé, wo die Transmongolische Eisenbahn nach Peking abzweigt. Die klassische Route führt durch eine mit unberührten Flüssen, Seen, blühenden Wiesen und Wäldern durchsetzte hügelige Landschaft über Cita und Khabarovsk nach Wladiwostok. Ehemals war die Stadt als wichtigster Stützpunkt der sowjetischen Pazifikflotte sowohl für Ausländer als auch für Russen geschlossen.

Bei den Nachfahren Dschingis Khans

Die meisten "Transsib"-Reisenden befahren die Transmongolische Route, um nach Peking zu gelangen. Ulaan Baatar war, wie die Mongolen selbst, lange Zeit auf Wanderschaft. Erst im Jahr 1778 legte sich die Hauptstadt auf ihre heutige Lage fest. Südlich von ihr führt die Reise durch abwechslungsreiche Bergsteppen mit weidenden Viehherden, Yaks, Wildpferden und Jurten. Nach Coyr durchquert die Bahn die Ausläufer der Wüste Gobi und kreuzt die Chinesische Mauer.

Den krönenden Abschluss der Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn bildet ein Aufenthalt in Peking. Bei einem Spaziergang durch den Landschaftspark des Sommerpalasts und einer Bootsfahrt mit dem Drachenschiff am Kunmingsee kann über das Erlebte sinniert werden. Ebenso zum Welterbe gehören der 38 Meter hohe Himmelstempel und der Kaiserpalast, der größte und bedeutendste Gebäudekomplex Chinas.

INFO
Veranstalter
Vom 7. bis 27. August 2006 organisiert die Landschaftsschutzorganisation "Alliance For Nature" - sie unterbreitete Russland den Vorschlag einer Nominierung der Transsibirischen Eisenbahn als UNESCO-Welterbe - eine Reise von Moskau nach Peking. Neben dem Baikalsee werden eine Reihe weiterer UNESCO-Welterbestätten besichtigt - unter anderen der Kreml samt Rotem Platz in Moskau und die Verbotene Stadt in Peking.

Preis: ab 2600 Euro.

Programm und Anmeldung:
Alliance For Nature, Telefon 01/8939298, www.AllianceForNature.at.

CHRISTIAN SCHUHBÖCK

© SN

 

diese seite | 06.06.2006 | 10:32

Alle Reiseberichte

Afrika

Asien

Europa

Nordamerika

Ozeanien

Südamerika

Anzeigen

Immobilien

Karriere

Motor

Andere

Tourismus

Mehr Info
Anreise (TT-MM-JJ)
Nächte Zimmer Pers

Spiel des Monats

Elevens

Flottes Kartenspiel: Hotelgutscheine gewinnen!

Premium Promotions

Blickpunkt

Web-Tipps

Link-Tipps

Ticket Polzer

Conova

Salzburger Woche

 
© 1997-2006 Salzburger Nachrichten      Kontakt  Sitemap  Impressum  AGB  Newsletter      realisiert von conova

Werbung