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Südafrika bietet mehr als das Gebrüll von Löwen: Den Wind derSavanne, das Rauschen des Indischen Ozeans, das Rascheln der Weinblätterund das satte "Klack", wenn der Schläger auf den Golfball trifft.
Leichter Morgennebel liegt noch über Johannesburg, als die Maschine der South African Airways aus Frankfurt kommend einen weiten Bogen zieht und auf der Landebahn des Flughafens am Ostrand der größten Stadt im südlichsten Teil des Kontinents aufsetzt. Die zwölf Stunden im Airbus A-340-600 bringen Urlauber in den Hochsommer, wenn auf der Nordhalbkugel Winter ist, ohne die Zeitzone zu wechseln und ohne Jetlag.
Für Individualreisende bietet Südafrika das ganze Jahr hindurch gute Reisebedingungen, die meisten Gäste kommen jedoch zwischen November und März, dem Hochsommer südlich des Äquators. Das ist auch jene Zeit, die sich für Safaris besonders gut eignet. Neben dem bekannten Krüger-Nationalpark sind es zahlreiche kleinere Parks, die eine ungestörte Beobachtung von Elefanten, Löwen, Nashörnern, Büffeln und Leoparden ("Big Five") ermöglichen.
Wilde Tiere und weiße Bälle
Nordwestlich von Sun City, der exotischen Mischung aus Resort-Hotels, Spielerparadies und Freizeitanlage, liegt die Tshukudu Bush Lodge. Die Gäste wohnen dort inmitten des Pilanesberg National Park in kleinen, am Hang auf Stelzen errichteten Bungalows, von denen man einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Weiten der Savanne genießt. Hier residiert man "jenseits von Afrika": täglich werden für die maximal zwölf Gäste Wildtierbeobachtungen angeboten. Der erste Trip des Tages im Jeep lässt einem den Sonnenaufgang in der Savanne noch vor dem Frühstück miterleben.
Den "Sundowner" nehmen die Besucher während einer weiteren Fahrt in der Savanne zu sich. Für die meisten Tshukudu-Besucher ein unvergessliches Erlebnis. Heimgekehrt in den Bungalow, folgt das Dinner an der weiß gedeckten Tafel auf der Terrasse, während sich Ruhe über den Park legt und nur mehr das eine oder andere nachtaktive Tier zu vernehmen ist.
Golfer sind dafür bekannt, dass sie jeden Auslandsaufenthalt für einen Abschlag nützen. In Südafrika finden sie gut gepflegte Anlagen in herrlicher Umgebung vor. Egal, ob man die erste Runde neben dem "Palace" in Sun City dreht, lieber an einem der zahlreichen Plätze an der Garden Route mit Blick auf den Indischen Ozean abschlägt, oder zur "Tee-Time" in der Kapprovinz mit einem Golfpartner verabredet ist.

Urlaubszeit ist nun mal nicht unbegrenzt vorhanden. Deshalb bietet South African Airways ohne Aufpreis einen Inlandsflug an, der Zeit und Kilometer sparen hilft. Wer auf die Nationalstraße von Johannesburg nach Port Elizabeth verzichten will, kommt nach einer Stunde und 40 Minuten Flugzeit an einem der beiden Ausgangspunkte der Garden Route am Indischen Ozean an. Will man Südafrika nicht in einer Reisegruppe erleben, ist eine Kombination aus Flug, Mietwagen und vorreservierten Hotels vorteilhaft.
Die Protea-Hotelkette verfügt über ein dichtes Netz, das sich über das ganze Land erstreckt. Aber auch Cottages und kleinere Hotels machen den Aufenthalt an der Garden Route zwischen Port Elizabeth und Kapstadt zum Genuss. Seit mehreren Jahren sind dort Beobachtungen von Walen, Delfinen und Robben der große Renner. Damit ist weit mehr zu verdienen als mit dem Erlegen der Tiere.
Fährt man an der Garden Route weiter nach Westen, wird das Land immer fruchtbarer. Ortsnamen wie Paarl, Franschhoeck oder Stellenbosch lassen bei Weinliebhabern die Augen glänzen. Während auf der Nordhalbkugel die ersten Blätter an den Reben sprießen, ist die Weinernte am Kap voll im Gang. In der Kapregion wachsen einige der edelsten Tropfen südlich des Äquators.
Der Weinbau kann hier auf eine lange Tradition zurückblicken, die von Einwanderern aus Frankreich und Italien mitbegründet wurde. Feudale Gutshäuser zeugen vom wirtschaftlichen Erfolg der Winzer am Kap. An viele Güter sind Hotels angeschlossen. Eine Weinverkostung in der Region sollte man keinesfalls versäumen.
Am Kap der Guten Hoffnung
Sowohl den Ausflug ans Kap der Guten Hoffnung als auch das Erkunden Kapstadts sollte man sich nicht entgehen lassen. Beides gehört - wie eine Fahrt auf den stets mit einer Nebelhaube bedeckten Tafelberg - zu den Fixpunkten eines Südafrika-Besuchs.
Schon ein zweiwöchiger Aufenthalt bietet einen bleibenden Eindruck von Land und Leuten. Glücklich, wer länger bleiben kann, hat er doch mehr Gelegenheiten, die Natur, die Landschaft und die Freundlichkeit der Bewohner kennen zu lernen.
Wer die Reise im Morgennebel Johannesburgs begonnen hat, kann den Rückflug nach Europa in Sichtweite des Tafelbergs antreten. Dazwischen scheint die Sonne Südafrikas auf die "Big Five", auf die Golfer, die Weingenießer und die Badegäste am Indischen Ozean.
INFO SÜDAFRIKA Buchung Eine Reihe von Rund- und Erlebnisreisen in Südafrika für Einsteiger, Genießer, Insider und Individualisten, darunter neu "Höhepunkte Südafrikas" und "Go Wild" im TUI-Reisecenter, Ferdinand -Hanusch-Platz 1, 5020 Salzburg, Tel. 0662/8041-0, Internet: www.tui-reisecenter.at.
Anreise South African Airways verbindet Österreich täglich via Frankfurt mit Südafrika. Internet: www.flysaa.com
Unterkunft Protea Hotels: Ein Gutscheinpass ermöglicht Übernachtungen in mehr als 75 Häusern Südafrikas, die Palette reicht vom Mittelklassehotel bis zum Fünfsterne-Resort. Die Tage der An- und Abreise können selbst bestimmt werden. Internet: www.proteahotel.com. An der Garden Route zwischen Port Elizabeth und Kapstadt sind auch Cottages und kleinere Hotels verfügbar. Tshukudu Bush Lodge im Pilanesberg Nationalpark: www.legacyhotels.co.za.
Autor/in: ROBERT ROSIN
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