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Gent - ein mittelalterliches Schmuckstück
© Tourismuswerbung Flandern-Brüssel
Am Zusammenfluss von Leie und Schelde liegt mit Gent die zweitgrößte belgische Hafenstadt, die im 7. Jahrhundert nahe der St. Baafs-Abtei entstand.

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Ihre mittelalterliche Blütezeit verdankte die Geburtsstadt des habsburgischen Kaisers Karl V. dem schwunghaften Tuchhandel. Die Geschichte des 15./16. Jahrhunderts war vom Freiheitskampf der Weber, Walker und Handwerker geprägt. Die Flachs- und Textilindustrie des 18./19.Jahrhunderts bedeutete auch das Wachsen der Arbeiterbewegung und des Genossenschaftswesens, deren Geschichte im Archiv und Museum der Sozialistischen Arbeiterbewegung und im Museum für Industriearchäologie bewahrt wird.

Neben dem Ensemble von Korenlei und Graslei mit gotischen Treppengiebelhäusern wie dem »Gildehaus der Freien Schiffer« und dem »Haus der Kornmesser« ist die romanisch- gotische St. Bavo-Kathedrale das kunsthistorisch bedeutsamste Bauwerk. Der Genter Altar mit der »Anbetung des Lammes Gottes« (1432), von Hubert und Jan van Eyck geschaffen, überrascht durch die Detailgenauigkeit und Feinheit der figürlichen Darstellungen. Ausdruck des freien Bürgergeistes ist der Belfried (1300-1380), ein in den Genter Himmel ragender Turm mit dem aus dem 17.Jahrhundert stammenden Glockenspiel des Löwener Glockengießers Peter Hemony.

Das Museum für Schöne Künste im Citadelpark mit Meisterwerken barocker Malerei von Rubens und Jordaens ist ebenso sehenswert wie das Kunstgewerbemuseum (Museum voor Sierkunsten) mit Entwürfen des belgischen Jugendstil-Designers Henry Van de Velde. »Jüngstes Kind« der vielfältigen Museumslandschaft an der Leie ist das S.M.A.K., das Museum für aktuelle Kunst mit Arbeiten belgischer und internationaler Künstler wie Roger Raveel und Jan Fabre, außerdem Ilja Kabakov und Karel Appel, aber auch Joseph Beuys und Andy Warhol.

diese seite | 02.04.2003 | 16:52

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