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Das Theater Ecce zeigt das Stück "Schuld und Sühne" nach dem Roman von F.M.Dostojewskij. Armut wird dabei als komplexer Sachverhalt geschildert.
Salzburg. Armut geht alle an, denn sie kommt überall vor. Man kann sie verdrängen, doch wer mit wachen Augen durchs Leben geht, merkt, dass sie gleich nebenan wohnt. F.M.Dostojewskij hat das in seinem Roman "Schuld und Sühne" erkannt: Rodion Raskolnikow, tief versunken in Armut, perspektivenlos, findet im Petersburger Sumpf den idealen Nährboden für seine "Übermenschentheorie". Er erschlägt die geldgierige Pfandleiherin und ihre behinderte Schwester, die Zeugin des Raubmordes wird, mit einem Beil. "Man darf eine Laus töten, um Tausende zu retten! Ich wollte doch nur nicht an einer hungernden Mutter vorübergehen und meinen Rubel in der Tasche festhalten. . ."
Armut ist auch in Österreich ein Thema Für das Theater Ecce Anlass genug, Dostojewskij mit seinem philosophischen "Kriminalroman" zu Wort kommen zu lassen. Im Stück geht es um Armut hierzulande aber auch um Armut vor den Türen Europas.
Songwriter Ripoff Raskolnikov konnte für die Livemusik der Aufführung gewonnen werden. Schauspieler aus Polen, Russland, Ägypten, Deutschland und Österreich bilden mit Mitgliedern der "Blauen Hunde" und der Gruppe "Grünspan 79" ein bewährt buntes Ensemble. Die Vorstellungen findet im alten Gelände der ARGEkultur statt. In der Verkommenheit des kurz vor dem Abbruch stehenden Gebäudes hat das Ensemble die ideale Kulisse gefunden.
Den Schwerpunkt Armut nimmt Ecce zum Anlass, die Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" in Salzburg zu initiieren. Diese Aktion soll Menschen, die es sich im Moment nicht leisten können, den kostenlosen Zugang zu Kunst- und Kulturveranstaltungen ermöglichen. Die Premiere ist die Auftaktveranstaltung zu dieser Initiative.
Daten & Fakten Schuld und Sühne Premiere und Auftakt zu "Hunger auf Kunst und Kultur", 9. November 2005, 19 UhrWeitere Vorstellungen: 11./15./17./ 18./19./23./24./25./26./30. November, 1./2./3./9./10. Dezember 2005Beginn jeweils 19 Uhr, alle Vorstellungen im Kulturgelände Nonntal alt.
Kartenvorverkauf Tel: 0664/57 40 703, in allen Filialen der Salzburger Sparkasse, Salzburger Kartenbüros E-Mail: tickets@theater-ecce.com Internet: www.theater-ecce.com
Preise Premiere 9. November (Auftakt zu "Hunger auf Kunst und Kultur"-Salzburg): 30 bzw. 20 Euro, alle weiteren Vorstellungen von "Schuld und Sühne": 20 bzw. 15 Euro.
Team Inszenierung: Reinhold Tritscher, Ausstattung: Elisabeth Strauß, Kostümassistenz, Schneiderei: Hilde Böhm, Tischlerei: Thomas Schweiger, Produktionsbetreuung: Heide Tömpe, Choreografie: Ulf Kirschhofer, Songwriter: Ripoff Raskolnikov, Lichtdesign: Manfred Eckinger

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