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Menschen, die an Zuckerkrankheit leiden, weisen ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen des Auges auf – Am Mittwoch, 10. November, Info-Abend im SN-Saal!
Salzburg (HeSt). Im besonderen können Veränderungen im Bereich der Netzhaut (diabetische Retinopathie) zu Sehverschlechterung und im schlimmsten Fall auch Erblindung führen!
An der Universitätsaugenklinik Salzburg (Vorstand: Prim. Univ.-Prof. Dr. G. Grabner) werden Patienten, die an diabetischer Retinopathie leiden, im Rahmen der Spezialambulanz für Netzhauterkrankungen auf medizinisch höchstem Niveau betreut.
„Bei der großen Mehrzahl von Diabetikern, die auf Grund diabetischer Netzhautveränderungen eine mehr oder weniger ausgeprägte Sehverschlechterung erleiden liegt die Ursache nicht in mangelnder Behandelbarkeit, sondern im viel zu späten Aufsuchen des Augenarztes durch den Patienten“, berichtet Univ.-Doz. Dr. Stefan F. Egger, Leiter der Spezialambulanz für Netzhauterkrankungen. Bei korrekter und rechtzeitiger Anwendung der heute zur Verfügung stehenden therapeutischen Möglichkeiten liegt das Risiko eines durch Zuckerkrankheit bedingten schweren Sehverlustes bei unter 5%. Allerdings nur bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn.
Zuckerkrankheit gefährdet Augenlicht
Durch erhöhte Blutzuckerspiegel können Schädigungen im Bereich der kleinen und kleinsten Gefäße der Netzhaut des Auges auftreten. Verstärkt werden diese Schäden noch, wenn Patienten zusätzlich an hohem Blutdruck und zu hohen Blutfetten leiden, oder rauchen.
Dozent Egger warnt: „Keine der im Rahmen einer diabetischen Retinopathie auftretenden Schädigungen kann durch eine Brille oder Kontaktlinse korrigiert werden – entscheidend sind einzig die frühzeitige gute Einstellung des Blutzuckers und die regelmäßigen augenärztlichen Kontrolluntersuchungen.“
Krankheit hat keine „Frühwarn-Symptome“
Tückischerweise hat die Erkrankung keine „Frühwarn-Symptome“. Es können durchaus bereits ausgeprägtere Schädigungen der Netzhaut vorhanden sein, ohne das die betroffenen Menschen etwas davon bemerken würde.
Dr. Robert Schneider, führender Mitarbeiter der Spezialambulanz für Netzhauterkrankungen: „Die Patienten klagen über verschwommenes Sehen, sowie Probleme beim Lesen und Autofahren. Manchmal werden auch dunkle herumschwimmende Flecken als erste Symptome bemerkt.“
Eine nachgewiesenermaßen erfolgreiche Behandlung der diabetischen Netzhautveränderungen mittels Medikamenten ist bis dato nicht verfügbar. Die einzigen wirklich erfolgreichen therapeutischen Möglichkeiten liegen in der Lasertherapie bzw. bei weit fortgeschrittenen Veränderungen in einem operativen Eingriff.
Behandlung auf höchstem Niveau
Sollte sich aus den vorangegangen Untersuchungen die Notwendigkeit zu einer Behandlung ergeben, so kann diese an der Universitätsaugenklinik Salzburg auf allerhöchstem Niveau angeboten werden. Es stehen die modernsten Geräte in völlig neu eingerichteten Behandlungs- und Operationsräumen zur Verfügung. Neben einer Laserbehandlung werden Operationen an der Netzhaut, die bei schweren Schädigungen häufig unumgänglich sind, mit modernsten Geräten auf dem letzten Stand der Technik durchgeführt.
INFO-ABEND AM MITTWOCH, 10. NOVEMBER Zum Thema „Zuckerkrankheit und Augen“ lädt die Universitätsaugenklinik Salzburg alle Interessierten zum Vortrags- und Informationsabend. Dieser findet am Mittwoch, 10. November, ab 19 Uhr im SN-Saal, Karolingerstraße 40, Salzburg, statt. Der Eintritt ist frei!
SERVICE Für eine Untersuchung in der Spezialambulanz für Netzhauterkrankungen ist eine Überweisung durch einen Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie notwendig. Patienten mit akuten Beschwerden können sich selbstständig jederzeit an die Universitätsaugenklinik wenden und werden nach Erstuntersuchung in der Allgemeinambulanz bei Bedarf der Spezialambulanz zugewiesen. Adresse: Ambulanz für Netzhauterkrankungen der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Paracelsus Universität Salzburg, Müllner Hauptstraße 48, Salzburg Telefon: 0662-4482-3702 Klinik Leitung: Univ.- Prof. Dr. G. Grabner

Bei zuckerkranken Menschen besteht die erhöhte Gefahr einer Schädigung der Netzhaut. Im Bild ausgeprägte Gefäßwucherungen und Blutungen im Bereich des Sehnervenkopfes bei "diabetischer Retinopathie".
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