
Rakic empfahl sich erneut für höhere AufgabenAufatmen bei den Red Bull Juniors: Nach fünf durchaus ansprechenden Leistungen, aber sieglosen Spielen in der Fußball-ADEG-Liga feierten Salzburgs Jungbullen am Freitagabend den ersten Saisonerfolg. Die Mannschaft von Neotrainer Niko Kovac fertigte Aufsteiger Dornbirn in der Red-Bull-Arena klar mit 4:2 (2:0) ab. Es war bestimmt nicht die beste Saisonleistung der Juniors, die zum ersten Meisterschaftssieg führte. Den Unterschied gegen phasenweise völlig überforderte Dornbirner machte einmal mehr Djordje Rakic aus. Der serbische Mittelstürmer traf im Doppelpack und steuerte darüber hinaus einen Assist beim Tor des jungen Pascal Stöger bei. Für den vierten Treffer sorgte Marin Matos, nachdem sich auf dem linken Flügel der eingewechselte Marcel Holzmann mustergültig durchtankte.
„Mir fällt ein großer Stein vom Herzen. Und ich denke, auch meinen Spielern. Dabei haben wir schon besser gespielt und nicht gewonnen. Vielleicht ist dies unser neues Erfolgsrezept“, scherzte Niko Kovac nach dem ersten Dreipunkter in dieser Saison. Gestärkt vom 6:1-Kantersieg im ÖFB-Cup gegen Ostligist ASK Baumgarten, zeigten die Juniors diesmal von Beginn an, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen. Auch beim Trainer selbst war die Anspannung und das Feuer, das ihn einst als Spieler auszeichnete und mitunter zum Kapitän des kroatischen Nationalteams machte, deutlich zu sehen. Das hatte in den letzten beiden Runden, als die Salzburger jeweils 1:3 gegen die Admira und den FC Lustenau verloren, sowohl bei Spielern als auch bei Trainer Kovac noch etwas anders ausgesehen. Gegen Dornbirn schoss Rakic die Juniors bereits in der vierten Minute per Hinterkopf zum 1:0. Zwei weitere Topchancen und den sehenswerten Weitschuss-Treffer von Stöger folgten, ehe der 23-Jährige einen Abpraller zum alles entscheidenden 3:0 verwertete. Nach dieser neuerlichen Glanzvorstellung und seinen vier Toren für die Bundesliga-Mannschaft beim 7:1 im Cup gegen Steyr ist Rakic nun mehr als je zuvor ein Kandidat für die „Erste“. Dass die Juniors am Ende noch zwei Gegentreffer kassierten, liegt an der mangelnden Konzentration der Viererabwehrkette. 15 Tore in sechs Meisterschaftsspielen sind zu viel. Daran werden Salzburgs Jungbullen arbeiten müssen, um auch am kommenden Freitag gegen die Vienna bestehen zu können. Von MICHAEL UNVERDORBEN |
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