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Pellets sind klein, nachhaltig und preiswert. Sie bieten die optimale Alternative für ein modernes und komfortables Heizen.
Salzburg. Vorhandene Öl- und Kohlelagerräume bieten ausreichend Platz für Pellets und müssen lediglich umgerüstet werden. Inklusive der fachgerechten Entsorgung Ihrer alten Heizung und Installation der neuen Pelletsheizung samt Lagerraum und Zuführung sind Sie im Regelfall in drei Tagen fertig. Begonnen wird mit der Umrüstung des Tankraumes in einen Pelletslagerraum. Nachdem der Tank leer gepumpt, gereinigt und entgast ist, wird er mit einem Schneidbrenner zerteilt und entsorgt. Der Installateur entfernt den alten Heizkessel und ersetzt einige Ventile und Teile der Kesselregelung, alte Pumpen und Rohre. Pelletskessel benötigen wie alle modernen Heizkessel einen gegen Feuchtigkeit unempfindlichen Kamin. Der kann – wenn erforderlich – problemlos nachgerüstet werden. Noch am selben Tag wird mit dem Einbau der Raumschrägen für den Pelletslagerraum begonnen. Der Heizkesselhersteller übermittelt Ihrem Tischler dafür den genauen Plan. Anschließend wird der Edelstahlkamin montiert, verputzt und eingemauert. Die Hydraulik wird installiert und der neue, montagefertige Kessel eingebaut. Auch die Befüllstutzen zum Einblasen der Pellets werden angebracht. Für die Zuführung vom Lager zum Kessel wird ein Schlauch- oder Schneckensystem montiert. Zuletzt werden die Heizkreise und die Pellets-Zuführung angeschlossen. Nun müssen alle Komponenten (Kessel, Zuführsystem, Regelung) elektrisch angeschlossen und einer Funktionsprüfung unterzogen werden. Der Servicetechniker führt danach die Einschulung durch und erklärt die Bedienung des Kessels. Nach der Befüllung des Lagerraums geht der Kessel zum ersten Mal in Betrieb – wenn alles glatt läuft, nach nicht einmal 72 Stunden.
Markteinführung von Pellets in Österreich
Pellets gibt es in Österreich erst seit wenigen Jahren. Werfen wir gemeinsam einen Blick zurück in die Anfänge der Markteinführung. Die Firma Umdasch verarbeitete im Jahr 1980 etwa 150.000 m³ Schnittholz pro Jahr. Bei den Produktionslinien der DOKA-Schalungstechnik fielen als Restholz jährlich tausende Tonnen Säge- und Hobelspäne an, die fast vollständig an die Spanplattenindustrie geliefert wurden.
Als der wichtigste Restholzverwerter im August 1980 in Konkurs ging, fiel schlagartig der Abnehmer für die Holzspäne weg, und Umdasch musste rasch neue Absatzmöglichkeiten für die Reststoffe finden. Zunächst wurde versucht, Ballen für Pferdestreu zu erzeugen, die anfallenden Spanmengen überstiegen aber bei Weitem die Nachfrage nach Pferdestreu.
Bereits im November 1980 begann Umdasch daher mit der Erzeugung von Holzbriketts für den Wärmemarkt. Im Jahr 1994 sah Rudolf Huber (Verkaufsleiter für den Bereich Biobrennstoffe der Firma Umdasch) eine TV-Sendung, in der der Geschäftsführer eines österreichischen Kesselherstellers über den Export von 10.000 Pelletskaminöfen nach Amerika berichtete. In Österreich selbst gab es zu diesem Zeitpunkt keinen Markt für diese Öfen, da Holzpellets als Brennstoff noch völlig unbekannt waren. Huber präsentierte daraufhin Vorschläge zur Erzeugung von Pellets aus den anfallenden Holzreststoffen bei Umdasch und bekam den Auftrag, zunächst den Markt mit importierten Pellets aus Schweden und USA zu testen.
Startschuss fiel erst im Jahr 1994
1994 wurde in Österreich erstmals bei Messen die Möglichkeit, mit Pellets zu heizen, vorgestellt. Potentielle Kunden verwechselten zunächst Holzpellets mit Futtermitteln. Die österreichische Pelletsproduktion startete im Jahr 1995 mit einer Produktionsmenge von ca. 5000 Tonnen pro Jahr, in den vergangenen zehn Jahren erzielte dieser boomende Brennstoff am Energiemarkt beeindruckende Wachstumsraten. Huber hatte gleichzeitig mit der Markttestung auf Messen auch bei 50 Heizkesselherstellern angefragt, ob sie Holzpellets für zukunftsfähig betrachten und Anlagen für diesen Brennstoff entwickeln würden. 45 Kesselhersteller gaben keine Antwort, vier Antworten waren negativ, und nur eine Antwort war positiv.
Bei automatischen Hackgutkesseln gab es damals wiederholt Probleme mit zu feuchtem Hackgut, das im Winter im Hackgutlager festfror bzw. zu geringe Heizleistungen erzielte. Betreiber der Hackgutanlagen entdeckten rasch die Vorteile von Pellets und mischten Pellets mit Hackgut. Auch die Kesselhersteller lernten bald die gute Automatisierbarkeit des homogenen Holzbrennstoffs zu schätzen und begannen ab 1996 Zentralheizungskessel für Pellets im Leistungsbereich von 10 kW bzw. 15 kW zu entwickeln.
Inzwischen erzeugen ca. 25 Kesselhersteller in Österreich Pelletsheizungsanlagen und verfügen in diesem Produktsegment über weltweite Technologieführerschaft – und die Erfolgsstory geht weiter.
RÜCKBLICK Die Entwicklung der Pelletsfeuerung geht auf die frühen achtziger Jahre zurück, als ausgelöst durch die weltweite Ölkrise verstärkt nach alternativen Energiequellen gesucht wurde. In den USA wurde der Pelletsofen und in Schweden die Großfeuerungen entwickelt.
Bei Kleinfeuerungen für den Haushalt und gewerblichen Pelletsfeuerungen spielen heute österreichische Hersteller international eine führende Rolle. Österreichische Pelletsheizungen werden in alle Länder Europas, in die USA und auch nach Japan exportiert.
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